Forschungsrahmen
Die Research Community Sustainability versteht Nachhaltigkeitstransformationen als tiefgreifende Re-Konfigurationen von Technik, Institutionen, Praktiken, Räumen und gesellschaftlichen Ordnungen. Solche Prozesse verlaufen nicht linear. Sie sind von Zielkonflikten, Unsicherheit, unterschiedlichen Rationalitäten und Auseinandersetzungen über Wissen, Interessen und Legitimität geprägt.
Die Community interessiert sich deshalb nicht nur für Erfolgsbedingungen nachhaltiger Entwicklung, sondern auch für Konflikte, Blockaden, Spannungen und neue Möglichkeiten gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit.
- Transformation verstehen: Nachhaltigkeitstransformationen verändern nicht nur einzelne Technologien oder politische Instrumente, sondern die Beziehungen zwischen Infrastrukturen, Institutionen, Praktiken und gesellschaftlichen Erwartungen.
- Konflikte ernst nehmen: Konflikte sind kein Randphänomen des Wandels, sondern ein zentraler Bestandteil von Transformationsprozessen. Sie betreffen Verteilung, Verfahren, Anerkennung und Deutung.
- Handlungsfähigkeit stärken: Die Community fragt danach, wie unter Bedingungen von Unsicherheit, Krisen und Ambiguität Handlungsspielräume erhalten, erweitert oder neu eröffnet werden können.
- Räume des Wandels: Transformationen entfalten sich in konkreten räumlichen Kontexten. Das Ruhrgebiet bildet dabei einen verdichteten Fall- und Experimentierraum, in dem sich viele Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung bündeln.
